Aktuell laufende Projekte,
Richtlinien und Vorträge


19. September 2018

Projekt der kleinen Wasserkraft mit der Strom-Boje im Prinzensteiner Fahrwasser bei St. Goar-Fellen - Rhein-km 559,9 – 560,3

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Der Anteil erneuerbarer Energien bei der Stromerzeugung soll weiter gesteigert werden. Die Nutzung der Wasserkraft stellt ein wichtiges Standbein dieser Strategie dar, wobei die Nutzung der Energie eines Fließgewässers durch den Einsatz von im Fluss verankerter Kleinkraftwerke technisch möglich und auch erwünscht ist. Der Rhein bietet durch seine relativ konstanten Abflussgrößen, Fließtiefen und Fließgeschwindigkeiten optimale Bedingungen für den Einsatz von Kleinkraftwerken, allerdings stehen die möglichen Standorte in starker Konkurrenz zur Rhein-Schifffahrt. Die meisten optimal geeigneten Standorte für Kleinkraftwerke liegen direkt im Bereich der Schifffahrtslinie und stehen daher nicht zur Verfügung.
Bei Rhein-Kilometer 560, bei St. Goar jedoch bietet sich ein Seitenarm des Rheins als optimaler Standort für die Verankerung von schwimmenden Kleinkraftwerken an. Dort liegen gute Fließzustände vor, es gibt aber keinen Schiffsverkehr. Es ist daher vorgesehen, dort ein Feld mit 13 „Strom-Bojen“ für die Stromgewinnung anzuordnen. Die Anlage wird eine maximale Leistung von 70 kW je Strom-Boje, zusammen also 0,91 MW und eine Gesamtjahresleistung in Abhängigkeit von der Strömung von rund 3,25 GWh/a aufwärts, liefern.


13. Juni 2018

Renaturierung der Selz oberhalb von Friesenheim

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Das Projekt „Renaturierung der Selz oberhalb von Friesenheim“ wurde mit der 1 km langen Rückverlegung der Selz in den historischen Gewässerlauf, der Herstellung von zwei Retentionsräumen und der Wiederherstellung der ökologischen Durchgängigkeit (Wehrrückbau) erfolgreich abgeschlossen.

Das neue Video zur Renaturierung der Selz oberhalb von Friesenheim können Sie sich hier ansehen.

Oberhalb von Friesenheim haben derzeit die Bauarbeiten zur Renaturierung der Selz (Gewässer 2. Ordnung) auf rund 2,5 km Länge begonnen.

Die Maßnahmen stellen im 63 km langen Selzlauf zusammen mit einzelnen, bereits
realisierten Projekten einen weiteren Mosaikstein zur
- beabsichtigten Biotopvernetzung
- präventiven Hochwasserschutz
- Umsetzung EU-WRRL
- Wasserrechtlicher Ausgleich nach Landeswassergesetzt RLP
dar.

Die Baumaßnahme wird im Rahmen der Aktion Blau Plus vom Land Rheinland-Pfalz gefördert.

Ein 1 km langer Teilabschnitt der Selz wird in den historischen Gewässerlauf zurückverlegt. Auf Luftbildaufnahmen war durch die Vegetationsstruktur der ursprüngliche Gewässerlauf mit seinen weiten Laufschlingen klar zu erkennen.

Aufgrund des trägen Abflusscharakters der Selz, wird die eigendynamische Entwicklung, die für solche Gewässer bis zum naturraumtypischen Zustand mehr als 100 Jahre dauern kann, zur Verbesserung der Gewässerstruktur durch z.B. streckenweisen Uferabflachungen, Anhebung der Gewässersohle und Einbau von naturraumtypischen Strömungslenkern aktiviert.

Zwei große Retentionsräume innerhalb der Selzaue ermöglichen den Hochwasserrückhalt und die Entwicklung einer naturraumtypischen Vegetation und Biotopvielfalt mit feuchteliebenden Tier- und Pflanzenarten.

Zur Wiederherstellung der ökologischen Durchgängigkeit (Fischwanderungen) der Selz wird etwa
2 km oberhalb der Renaturierungsmaßnahme ein massives Stauwehr abgebrochen.

Durch ein ausgeklügeltes Bodenmanagement, in dem der Bodenaushub auf möglichst nahegelegene landwirtschaftliche Flächen ausgebracht wird, wird die Umwelt- und Klimabelastung durch reduzierte Transportwege möglichst gering gehalten. Mit den örtlichen Landwirten wurden dahingehend intensive Abstimmungs- und Aufklärungsgespräche geführt.

Bei trockenen Witterungsverhältnissen ist davon auszugehen, dass die Baumaßnahme vor Weihnachten fertiggestellt werden können.


12. Juni 2018

Mobile Hochwasserschutzanlage Meisenheim

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Baustelle Stand 12.16.2018:
Aktuell werden die Zinnen mit Sandsteinplatten verkleidet. Alle Ankerplatten des mobilen Hochwasserschutzsystems sind kraftschlüssig und höhengleich in die Abdeckplatten der Ufermauer montiert und die Kernbohrungen fast alle mit eingefärbten Epoxidharz verfüllt worden.

Die Querung der Glanbrücke mit dem mobilen Hochwasserschutzsystem erfordert innerhalb der Bauphase zur Befestigung der Ankerplatten und Herstellung der Stauhöhenübergänge eine Sperrung der Brücke von ca. 2 Wochen. Diese wird frühzeitig angekündigt werden.

Allgemeines zum Projekt:
Für die Stadt Meisenheim, Landkreis Bad Kreuznach, wird zwischen dem Wehr und der „Untertorbrücke“ auf einer Strecke von rund 230 m ein mobiles Hochwasserschutzsystem auf einer mit Sandsteinplatten verkleideten bestehenden Mauer am Glan errichtet. Damit wird das alte bereits bestehende mobile Schutzsystem aus Holzbrettern durch ein neues System (IBS Technics GmbH) ersetzt. Das neue System wird Vorteile in der Handhabung und der Dichtheit aufweisen und zum besonderen Schutz der Altstadt von Meisenheim beitragen.

Am 07.12.2017 wurde das neue System präsentiert, das voraussichtlich im Juli 2018 montagebereit sein soll.


13. April 2018

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12. April 2018

Mobiler Hochwasserschutz an der Mosel -Sanierung Ankerplatten in Alf-

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Baustelle Stand 12.04.2018:
Aktuell werden die Fixierungseisen der bestehenden Ankerplatten an der B 49 (Standort: Kirche) freigelegt und die neuen Ankerplatten fachgerecht befestigt.

Allgemeines zum Projekt:
Längs des Moselufers und des Alfbaches ist der Hochwasserschutz der Ortslage Alf installiert. Am Verkehrskreisel und an der B 49 kreuzt die Schutzlinie den Straßenraum. Für die Stützen der Dammbalkensperren sind in der Fahrbahnoberfläche des Verkehrskreisels und der Querung bei der Kirche Ankerplatten eingelassen. Die Ankerplatten waren aus Sicherheitsgründen mit einer rutschhemmenden Beschichtung versehen.

Im Rahmen der Erneuerung der Ortsdurchfahrt Alf durch den Landesbetrieb Mobilität, Cochem, werden diese Ankerplatten, deren Beschichtung sich nach mehr als 15 Jahren Nutzung stark abgenutzt hat, im Auftrag der Struktur- und Genehmigungsbehörde Nord, Koblenz, die für den Hochwasserschutz zuständig ist, ausgetauscht.

Zum Zuge kommen neu entwickelte Ankerplatten, die über eine austauschbare „Opferplatte“ verfügen. Diese Opferplatten können dann künftig nach entsprechendem Verschleiß der rutschhemmenden Beschichtung ohne Tiefbauarbeiten ausgetauscht werden.

Damit der Hochwasserschutz auch während der Umbauarbeiten gewährleistet ist, steht für den Hochwasserfall ein provisorisches Hochwasserschutzsystem aus Big Bags bereit, mit deren Hilfe die jeweiligen Lücken provisorisch verschlossen werden können.


04. April 2018

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Die ZEIT ONLINE schrieb am 2. April 2018:

Nur sehr wenige Fließgewässer in Deutschland sind in einem guten oder sehr guten ökologischen Zustand. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen hervor.
Demnach lebten in 93 Prozent der deutschen Bäche und Flüsse nicht mehr die Tiere und Pflanzen, die man dort eigentlich vorfinden müsste. Außerdem seien vier von fünf Gewässern “in ihrer Struktur deutlich bis vollständig verändert“, heißt es im Schreiben der Bundesregierung. In einem nach EU-Richtlinien ökologisch guten Zustand seien noch 6,6 Prozent der Fließgewässer, als sehr gut könne der Zustand in 0,1 Prozent der Fälle bezeichnet werden.
Zu den größten Gefahren für Gewässer zählten Belastungen aus der Landwirtschaft, wenn Dünger oder Spritzmittel ins Wasser gerieten. Aber auch Bebauungen der Ufer, Begradigungen der Fluss- und Bachläufe oder Unterbrechungen durch Wehre führten nach Angaben des Umweltbundesamts zu einem mäßigen, unbefriedigenden oder schlechten Zustand der Gewässer.
Auch wenn sich die Wasserqualität häufig verbessert habe, müssen Gewässer und Auen dennoch weiterhin zu den bedrohten Lebensräumen in Deutschland gezählt werden, teilte das Bundesumweltministerium mit. In Deutschland gibt es etwa 9.000 sogenannte Flusswasserkörper.
Diese verdienten einen besseren Schutz, forderte Steffi Lemke, die naturschutzpolitische Sprecherin der Grünen im Bundestag: Bund und Länder sollten sich verstärkt für den Schutz frei fließender Flüsse einsetzen, immerhin seien Flüsse die “Lebensadern unserer Landschaft“ und wichtiger Garant der Artenvielfalt. Das Ökosystem Fluss sei derzeit aber “akut bedroht“.


02. März 2018

Öffnung und Renaturierung des Sandmühlbachs

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Nach 6 Wochen Baustellenbetrieb ist die Offenlegung und Renaturierung des Sandmühlbachs – mit einem Quelltopf, 3 Bachüberfahrten, 2 Fußgängerstegen, Tonabdichtung, Sedimentationsbecken und einem Auslauf – erfolgreich fertiggestellt worden.

Baustelle Stand 01.02.2018:
Der größte Teil des Bachlaufs ist mittlerweile einschließlich der Fußgängerstege und der Bachüberfahrten hergestellt. Dank des sandigen Bodens ist die Baustelle eine der wenigen Wasserbauprojekte, welche durch die anhaltende regenreiche Witterung kaum beeinträchtigt wurden. Die alte Bachverrohrung, aus der das Quellwasser künftig zu Tage treten soll, lag so tief, dass man sich entschied statt einem tief eingeschnittenen Auslaufbauwerk/Gerinne einen sogenannten Quelltopf herzustellen. Hierzu bedurfte es der Abstimmung mit der Rheinhessischen Wasserversorgung, da der oberhalb liegende Hochbehälter für Quellwasser einen sehr tiefen Grundablass aufweist und die Entleerung zukünftig gesichert sein muss. Der Quelltopf wurde baulich hergestellt, in dem der Rohrscheitel der DN 800-Bachverrorhrung kreisrund geöffnet wurde und man anschließend ein DN 500-Rohrstück aufsetzte. Die LMB 10/60-Steine werden als Beckensohle in einer Ebene um die Rohrglocke gesetzt und die Ränder teils treppenartig an das umliegende Geländeniveau angeglichen, um Reinigungsarbeiten per Saugwagen künftig möglichst einfach durchführen zu können.

Das aktuelle Drohnenvideo können Sie sich hier ansehen.

Allgemeines zum Projekt:
Nach jahrelanger Planung mit zahlreichen Alternativkonzepten, aber sehr schneller wasserrechtlicher Genehmigung durch die Untere Wasserbehörde der Kreisverwaltung Mainz-Bingen wird nun der Sandmühlbach aus seiner Verrohrung geholt und künftig über 270 Meter in ein geschwungenes Bachbett mit einzelnen Brücken und Stegen durch die Wiesen nahe des Kuckuckswaldes oberhalb von Heidesheim offen verlegt und nach natürlichem Leitbild renaturiert. Das steile Gelände von bis zu 10% Hangneigung macht eine Gerinnesicherung aus natürlichem regionalem Steinmaterial erforderlich. Auf 50 m Länge wird die Bachsohle aus natürlichem Ton abgedichtet, um mit einer Verbesserung der Grundwassersituation die unterhalb liegenden vernässten Gebäudeteile wieder trocken zu bekommen. Neben der Planung, Bauleitung und Bauüberwachung führt unser Ingenieurbüro durch eine eigens abgestellte Ingenieurin auch die Ökologische Baubegleitung durch.

Auftraggeber: Abwasserzweckverband “Untere Selz”, 55218 Ingelheim
Auftragnehmer: Böwingloh & Helfbernd GmbH , 33415 Verl


12. Januar 2018

Aktuelle Forschungsergebnisse zum künftigen Hochwasserrisiko

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Forscher des Potsdam-Institutes für Klimaforschung (PIK) prognostizieren, dass ohne Verbesserungen wie Deichausbau, veränderte Baustandards oder Siedlungenverlagerungen die Zahl der von Hochwasser und Überschwemmungen betroffenen Menschen bis in die 2040er Jahre erheblich steigen werde. Für Deutschland könnte sich die Zahl der Menschen, die von den stärksten Hochwasserereignissen betroffen sind, versiebenfachen. Allein in Baden-Württemberg soll nach der Studie die Zahl der Menschen, die von Hochwasserereignissen betroffen sind, in den Jahren 2035 bis 2044 um das 15-fache steigen. Es werden im Hinblick dieser überraschend hohen Prognosen vermehrt Anstrengungen nötig sein, neben der allgemeinen Sensibilisierung für das Thema Hochwasser, möglichst zeitnah Projekte zur Hochwasservorsorge und des Hochwasserschutz möglichst im Einklang mit der Natur (-> Insektensterben) zu realisieren.


12. Dezember 2017

Marina Zollhafen-Mainz

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Ausführungsplanung und Bauüberwachung der Schwimmsteganlage für 140 Bootsliegeplätze im Mainzer Zollhafen.
In der ersten Ausbaustufe werden 80 Liegeplätze hergestellt.
Die Haltedalben sind bereits gesetzt.
Zurzeit ist die Montage der Steganlagenelemente im Gange.


05.12.2017

Auftragsvergabe? Aber Richtig!

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Auf Initiative der Ingenieurkammer Rheinland-Pfalz wurde im August 2017 eine Honorar- und Vergabe-Informationsstelle (HVI) eingerichtet.

Die HVI unterstützt mit Hilfe von qualifizierten und erfahrenen Experten Auftraggeber und Auftragnehmer durch kostenlose und vertrauliche Beratung bei Fragen zur Einhaltung von Vergabe- und Preisrecht.

Beseitigen Sie Unklarheiten, vermeiden Sie zweifel- und fehlerhafte Ausschreibungen und damit einhergehende Differenzen zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer.

Mit der HVI vergeben Sie erfolgreich Aufträge für die Anhebung der Qualität von Ausschreibungs- und Vergabeverfahren, fairen Wettbewerb und rechtssichere Vergaben.


20. November 2017

GFG-Veranstaltung in Friesenheim mit Drohnenflugvideo

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Am 26.10.2017 fand eine Fortbildungsveranstaltung der Gemeinnützigen Fortbildungsgesellschaft für Wasserwirtschaft und Landschaftsentwicklung GFG mbH in Friesenheim statt. Dabei wurde die Renaturierung und Rückverlegung in das historische Bachbett des Appelbachs in Friesenheim durch den Selzverband und unser Ingenieurbüro vorgestellt sowie bei der nachmittäglichen Exkursion besichtigt.

Zusätzlich zu den Themen Bodenmanagement, Planung, Ziele und Bauausführung wurde die Kameradrohne als technisches Hilfsmittel für die Projektplanung, die Bauüberwachung und das Monitoring vorgestellt.

Während der Exkursion wurde der 1. Abschnitt des 1 km langen neuen Gewässerlaufs der Selz geöffnet. Festgehalten wurde das Ganze aus der Luft von unserer Drohne.

Das Video können Sie sich hier ansehen.


20. November 2017

Neue Referenzprojekte online

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Unter unseren Referenzen wurden weitere Referenzprojekte hinzugefügt.


09. April 2017

Renaturierung Appelbach

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Innerhalb der Hochwasserrückhalteräume der Staudämme, die im Jahre 2016 fertiggestellt wurden, werden derzeit die umfangreichen Bauarbeiten zur Renaturierung des Appelbachs (Gewässer 2. Ordnung) abgeschlossen. Durch die Maßnahmen werden die Vorgaben der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie umgesetzt.

Durch den Abbruch der Stauwehre in Badenheim und Pfaffen-Schwabenheim ist der Appelbach nun bis zur Gewässerrenaturierung ökologisch durchgängig. Zahlreiche morphologische Einzelmaßnahmen, welche für einen artenreichen Lebensraum für die gesamte Aquafauna bieten, konnten mit dem Vorhaben verwirklicht werden.

Mit dem großflächigen Abtrag von Oberboden, den Ansaaten und Anpflanzungen wird darüber hinaus die in Rheinhessen dringend erforderliche Biodiversität in den nächsten Jahren gestärkt. Einzelne Sitzgruppen dienen im Hinblick auf die Aktion Blau Plus auch dem Menschen zur Naherholung und die Natur bei der Entwicklung eines neuen Lebensraums zu beobachten.

Die durch die Firma Zehe GmbH aus Burkardroth realisierten Maßnahmen sind derzeit in den Endzügen. Die Begrünung und Bepflanzung in den nächsten Monaten. Durch unsere Luftbildaufnahmen konnten die Fertigstellung dokumentiert und nachfolgend die einzelnen Gewässerelemente dargestellt werden.